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Angst - Ursachen der sozialen Phobie
Über die Ursachen gibt es kaum gesicherte Erkenntnisse. Wie bei den Depressionen wird auch hier eine genetische Veranlagung vermutet. Es wird aber auch diskutiert, welche Rolle äußere Einflüsse spielen
Die soziale Phobie beginnt meist schleichend in der späten Kindheit zu Beginn der Pubertät bzw. im frühen Erwachsenenalter, bleibt konstant bestehen, kann sich aber auch immer weiter verschlimmern.
Kaum gesicherte Erkenntnisse über Ursachen
Über die Ursachen gibt es kaum gesicherte Erkenntnisse. Wie bei den Depressionen wird auch hier eine genetische Veranlagung vermutet. Es wird auch diskutiert, ob Angst vor Fremden bei Kleinkindern, die bis zum sechsten Lebensjahr meist verschwindet, in späteren Lebensjahren durch bestimmte Ereignisse und erhöhte Sensibilität wieder heraufbeschworen wird.
Erziehungsstil spielt eine Rolle
Bestätigt wurde die Annahme, dass der Erziehungsstil der Eltern eine Rolle bei der Entstehung einer Sozialphobie spielt. Sozialphobiker scheinen in einer Umgebung aufgewachsen zu sein, die ein selbstsicheres und unabhängiges Verhalten wenig förderte und in der Abwertung und Überfürsorge der Eltern die Bewältigung der ursprünglichen Fremdenangst behinderte.
Unsicherheiten sind früh erkennbar
Bei späteren Sozialphobikern kann man schon im Kindes- bzw. Jugendalter einen unsicheren Umgang mit Gleichaltrigen feststellen. Es kommt hinzu, dass diese Kinder oft Schwierigkeiten haben, Gesichtsausdrücke und Mimik von anderen Personen zu deuten, sie selbst zeigen wenig Ausdruck von Freude.
Die "Bindungstheorie" besagt, dass die Beziehung des Säuglings oder Kleinkinds zur ersten Pflegeperson gestört war, so dass dies auch Einfluss auf die späteren sozialen Beziehungen hat.
Des Weiteren kommen als Ursachen in Frage:
- eine schwierige Beziehung zu den Eltern oder auch psychische Traumata in der frühen Kindheit beeinträchtigen das grundsätzliche Vertrauen in sich und die Umwelt
- Bestrafungsprozeduren in der Kindheit mit der Folge sozialer Unsicherheit
- Ängste als Folge sozialer Defizite
- gesellschaftlich vermittelte Einstellungen und in der Erziehung erzeugte Schuld- gefühle beim Übertreten von Normen
Negative Grundeinstellung bei Kontakten
Auf Gedanken und Verhalten wirkt eine soziale Phobie sich so aus, dass der Betroffene in einem Gespräch mit einer anderen Person von vornherein davon ausgeht, dass diese ihm gegenüber negativ eingestellt ist. Das hat zur Folge, dass das Gespräch schon aus einer völlig anderen Perspektive verfolgt wird, gerade die negativen Reaktionen des Gegenübers werden beachtet und bleiben im Gedächtnis hängen.